Kaufen, leasen, teilen oder nachrüsten? — Die optimalen Einsatzwege für Elektrofahrzeuge in Unternehmen in Frankreich
Kaufen, leasen, teilen oder nachrüsten? — Die optimalen Einsatzwege für Elektrofahrzeuge in Unternehmen in Frankreich
Kaufen, leasen, teilen oder nachrüsten? — Die optimalen Einsatzwege für Elektrofahrzeuge in Unternehmen in Frankreich
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Die eigentliche Herausforderung der betrieblichen Elektrifizierung ist nicht das Fahrzeug selbst

In Frankreich ist die Elektrifizierung betrieblicher Flotten in eine neue Phase eingetreten.

Vom regulatorischen Rahmen über die Fahrzeugverfügbarkeit bis hin zu Ladeinfrastruktur und Marktreife fügen sich die äußeren Bedingungen allmählich zusammen. In der Praxis jedoch stellen viele Unternehmen fest, dass nicht das Elektrofahrzeug selbst über Effizienz und Kostenstruktur ihres Umstiegs entscheidet, sondern die organisatorischen und strategischen Entscheidungen, die darum herum getroffen werden.

 

Sollten Fahrzeuge als langfristige Anlagegüter im Eigentum stehen?

Ist Leasing im Austausch gegen Planbarkeit der Kosten die bessere Wahl?

Ist es sinnvoller, Fahrzeuge, Laden und Betrieb als Ganzes auszulagern?

Gibt es Spielraum, bestehende Flotten nachzurüsten?

Oder benötigen manche Mobilitätsbedarfe gar keine langfristige Fahrzeugzuweisung?

 

Auf diese Fragen gibt es nicht die eine richtige Antwort. In ihrer Summe aber entscheiden sie über einen wesentlichen Punkt:

Die betriebliche Elektrifizierung ist eine Managemententscheidung, keine Produktentscheidung.

 

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(Bildquelle: coast)

 

Fünf Einsatzmodelle für Unternehmens-Elektrofahrzeuge: Die wirklichen Unterschiede im Vergleich verstehen

In der Praxis lassen sich die Einsatzmodelle für Elektrofahrzeuge in Unternehmen grob in fünf Kategorien unterteilen:

Kauf, Langzeitmiete, FaaS (abonnementbasierte Dienste), gemeinsam genutzte und alternative Lösungen sowie Nachrüstung.

Diese Modelle sind keine unterschiedlichen Lösungen für ein und dasselbe Problem. Vielmehr entspricht jedes von ihnen anderen Nutzungsintensitäten, Finanzierungsstrukturen und Reifegraden der Organisation. Ein Vergleich innerhalb eines gemeinsamen Rahmens ist für die Entscheidungsfindung oft hilfreicher als eine isolierte Betrachtung.

Vergleich der fünf Einsatzmodelle für Unternehmens-Elektrofahrzeuge

 

 

Vorteile

Einschränkungen

Kauf (Achat)

l  Volles Eigentum und volle Kontrolle über die Fahrzeugwerte

l  Keine Laufleistungs- oder vertraglichen Nutzungsbeschränkungen

l  Fahrzeugkonfiguration und Nutzungsregeln können intern festgelegt werden

l  Die Gesamtbetriebskosten (TCO) lassen sich bei klar definiertem Nutzungszyklus kontrollieren

l  Hohe Anfangsinvestition (CAPEX)

l  Wertminderungs- und Restwertrisiken trägt das Unternehmen

l  Wartung, Versicherung und Laden müssen intern gesteuert werden

l  Erfordert ausgeprägte interne Flottenmanagement-Kapazitäten

Langzeitmiete (LLD / LOA)

l  Klare Kostenstruktur und planbares Budget (OPEX)

l  Regelmäßige Fahrzeugerneuerung mindert das Technologierisiko

l  Wartung und Versicherung sind häufig enthalten

l  Gut geeignet für stark standardisierte Flotten

l  Die Gesamtkosten auf lange Sicht liegen in der Regel über denen des Eigentums

l  Es gelten Laufleistungs- und Nutzungsbeschränkungen

l  Geringe Flexibilität und Anpassbarkeit

l  Anpassungen können teuer werden, wenn sich der operative Bedarf ändert

FaaS / abonnementbasierte Dienste

l  Integration von Fahrzeugen, Laden und Betrieb

l  Zentrale Managementoberflächen reduzieren den internen Aufwand

l  Schnelle Einführung, geeignet für Pilotprojekte oder Übergangsphasen

l  Geringerer Bedarf an internen Ressourcen

l  Hohe Abhängigkeit vom Dienstleister

l  Die langfristigen Kosten sind meist höher

l  Die Flexibilität hängt stark von der Vertragsgestaltung ab

l  Weniger geeignet für Flotten mit sehr ausgereiften Managementsystemen

Nachrüstung

l  Verlängert die Lebensdauer bestehender Fahrzeuge

l  In bestimmten geschlossenen oder spezialisierten Anwendungsfällen machbar

l  Kann Doppelinvestitionen vermeiden, wenn Fahrzeuge bereits mit spezieller oder kundenspezifischer Aufbauausrüstung versehen sind, die sich nur schwer oder gar nicht auf neue Fahrzeuge übertragen lässt

l  Hohe Kosten und instabile Wirtschaftlichkeit

l  Erhebliche technische und regulatorische Einschränkungen

l  Unsicherer Restwert und ungewisse langfristige Zuverlässigkeit

l  Begrenzte Praxistauglichkeit

Gemeinsam genutzte und alternative Lösungen

l  Hohe Flexibilität ohne langfristige Anlagegüter oder vertragliche Bindungen

l  Hilft, die Flottengröße zu kontrollieren oder zu reduzieren

l  Entspricht den Zielen für kohlenstoffarme Mobilität und ESG

l  Geeignet für seltene oder nicht kontinuierliche Nutzungsfälle

l  Häufige oder starre Mobilitätsbedarfe lassen sich damit schwer abdecken

l  Erfordert hohe Mitarbeiterdisziplin und klare interne Regeln

l  Die Verfügbarkeit hängt von Plattformen oder organisatorischen Fähigkeiten ab

l  Dient im Allgemeinen nur als ergänzende Lösung

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(Bildquelle: Dick Lovett)

 

Wie das Laden nicht zur neuen Einschränkung wird, sobald der Einsatzweg feststeht

Über alle Einsatzmodelle hinweg unterscheiden sich die Wege der Fahrzeugbeschaffung. Eine Bedingung bleibt jedoch konstant:

Ladekapazität ist die Voraussetzung für alle Wege.

Bleibt die Ladeplanung dahinter zurück, kann selbst eine solide Fahrzeugstrategie auf ernste Umsetzungsprobleme stoßen.

Laden ist im Kern eine Frage der „Passung

Die Einsatzmodelle unterscheiden sich nicht darin, ob Laden erforderlich ist, sondern darin, welche Art von Einschränkungen sie mit sich bringen:

1)Flotten im Eigentum oder in Langzeitmiete priorisieren Stabilität, Skalierbarkeit und langfristigen Betrieb

2)Pilot- oder Hybridmodelle betonen Einführungsgeschwindigkeit und Kontrolle der Komplexität

3)Einsatzszenarien an verschiedenen Orten (Firmenstandorte, Wohnorte der Mitarbeiter, halböffentliche Standorte) erfordern Kompatibilität und einheitliche Verwaltung

Das bedeutet: Unternehmen entscheiden nicht einfach, „welche Ladetechnik sie kaufen“, sondern wie sie ein Ladesystem aufbauen, das sich mit den Veränderungen der Flottenstruktur weiterentwickeln kann.

 

Im Kontext betrieblicher Flotten liegt der Wert eines Anbieters von Ladelösungen nicht darin, die Fahrzeugstrategie stellvertretend für das Unternehmen festzulegen, sondern darin:

1)Die Einschränkungen hinter den verschiedenen Einsatzmodellen zu verstehen

2)Lösungen im Hinblick auf langfristigen Betrieb und Skalierbarkeit zu konzipieren

3)Zu vermeiden, dass zusätzliche Komplexität an interne Teams weitergegeben wird

Vor diesem Hintergrund versteht sich INJET eher als Anbieter grundlegender Fähigkeiten.

 

Seine Aufgabe ist es nicht, Unternehmen in eine bestimmte Richtung zu lenken, sondern sicherzustellen, dass das Laden – unabhängig von der letztlich gewählten Kombination – nicht zum strukturellen Engpass der Elektrifizierung wird.

 Injet chargers Plug and Charge for fleet

 

Fazit

Von der Fahrzeugbeschaffung bis zur Ladeinfrastruktur war die Elektrifizierung betrieblicher Flotten noch nie eine rein technische Frage.

Sie prüft, ob Unternehmen bereit sind, ihren Mobilitätsbedarf langfristig zu betrachten, und ob sie in der Lage sind, ihre Strategien unter Unsicherheit kontinuierlich anzupassen.

Die optimale Lösung ist kein einzelnes Modell, sondern die Fähigkeit, in jeder Phase die passenden Entscheidungen zu treffen – und zugleich Flexibilität für die nächste zu bewahren. Vielleicht ist genau das die eigentliche Herausforderung der betrieblichen Elektrifizierung.

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